Freilauf

Detailierte Beschreibung

Freilaufgruppen – Struktur, Ablauf & Regeln

Die Freilaufgruppen bieten Hunden die Möglichkeit, sich frei, aber kontrolliert in einem eingezäunten Bereich zu bewegen. Dabei steht nicht nur das reine Spielen im Vordergrund, sondern auch das Lesen, Verstehen und Erlernen sozialer Hundekommunikation. Hunde können im Freilauf ihre sozialen Fähigkeiten verbessern, Energie abbauen und lernen, sich angemessen gegenüber Artgenossen zu verhalten.

Damit sich alle Hunde wohlfühlen und sicher interagieren können, werden die Gruppen nach Größe und Gewicht zusammengestellt. Dadurch wird gewährleistet, dass sowohl junge als auch erwachsene Hunde, sozial unsichere Hunde sowie energiegeladene Vierbeiner die Möglichkeit haben, in einem angemessenen Umfeld positive Erfahrungen zu sammeln.


πŸ“ Gelände & Aufteilung

Das Freilaufgelände ist vollständig eingezäunt und bietet ausreichend Platz für Hunde, um sich ungestört und ohne Leine zu bewegen. Es ist in zwei verschiedene Bereiche unterteilt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Hunde gerecht zu werden:


1️⃣ Hauptfläche – Sozialkontakt & Spiel

βœ” Größe: Der größte Bereich des Geländes
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Nutzung: Sozialverträgliche Hunde können sich hier frei bewegen, miteinander spielen oder einfach nur entspannen
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Ziel: Förderung des Sozialverhaltens, Stressabbau, Bewegung und Kommunikation

Auf dieser Fläche treffen sich die Hunde, die bereits sicher in Gruppen interagieren können. Hier wird Spielverhalten beobachtet und gesteuert, um zu vermeiden, dass es zu Überforderung oder Mobbing kommt. Hunde lernen, sich in verschiedenen Spielformen auszudrücken – ob durch aktives Rennen, gemeinsames Erkunden oder ruhiges Zusammensitzen.


2️⃣ Eingewöhnungs- & Trainingsbereich

βœ” Größe: Separater Bereich für Hunde, die sich erst an die Gruppe gewöhnen müssen
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Nutzung:

  • Für Hunde, die zum ersten Mal im Freilauf sind und behutsam an andere Hunde herangeführt werden
  • Für Hunde, die mit Schleppleine starten, um eine kontrollierte Integration zu ermöglichen
  • Für Hunde, die noch nicht sicher in ihrer Sozialkompetenz sind oder schneller überfordert werden
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    Ziel: Stressfreie Integration neuer Hunde, langsames Gewöhnen an Gruppendynamik

Neue oder unsichere Hunde starten zunächst hier. Sie haben die Möglichkeit, erst einmal aus der Distanz zu beobachten, bevor sie sich nach und nach ins Gruppengeschehen integrieren. Dies verhindert Überforderung und sorgt für eine positive erste Erfahrung im Freilauf.


3️⃣ Ruhe- & Rückzugsbereich

βœ” Größe: Parcours, geschützter Bereich
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Nutzung:

  • Für Hunde, die eine Pause benötigen
  • Für Hunde, die sich von zu viel Trubel erholen möchten
  • Für Hunde, die zu Überreizung neigen

βœ” Ziel: Ermöglicht gezielte Ruhephasen, um Überforderung und Stress zu vermeiden, während die Hunde gleichzeitig die Möglichkeit haben, sich im Parcours kurzzeitig neu zu fokussieren und mentale Auslastung zu erhalten. Nicht jeder Hund kann oder will durchgehend spielen. Manche brauchen bewusst Ruhepausen, um das Erlebte zu verarbeiten. Dieser Bereich ermöglicht es ihnen, sich zurückzuziehen, ohne dass sie dabei von anderen Hunden bedrängt werden.


πŸ“ Sicherheitsregeln & Ablauf

βœ” Maximale Gruppengröße: In der Regel bis zu 8 Hunde, harmonische Gruppen dürfen größer sein
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Maulkorbpflicht: Falls notwendig, um Sicherheit für alle zu gewährleisten
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Schleppleine: Für Hunde, die noch nicht sicher im Sozialkontakt sind
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Beobachtung & Steuerung: Der Trainer greift ein, wenn ein Hund unangemessenes Verhalten zeigt
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Ruhe- & Pausenphasen: Kein durchgehendes Toben – Hunde lernen auch, zur Ruhe zu kommen
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Hundehalter sind anwesend: Sie erhalten Hinweise, wie sie das Verhalten ihrer Hunde richtig einschätzen können

βœ”Keine Leckerchen: Jegliche Futterbelohnung ist nicht erlaubt.

βœ”Keine Ablenkungen: Bitte keine Tüten, Spielzeuge oder andere Gegenstände herausholen, die den Hund vom freien Laufen abhalten.

βœ”Hunde sollen sich eigenständig bewegen: Der Freilauf dient der freien Interaktion der Hunde. Daher sollte das gezielte Ansprechen oder Rufen des Hundes möglichst vermieden werden, da er sich sonst mehr am Halter orientiert, statt selbstständig das Gelände zu erkunden.

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🎯 Ziel des Freilaufs

βœ” Soziale Kompetenz verbessern – Hunde lernen, sich in Gruppen sicher zu bewegen
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Kommunikation stärken – Halter lernen, Hundeverhalten richtig zu deuten
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Selbstkontrolle & Impulssteuerung – Spielabbruch, Wiedereinführung in die Gruppe
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Alltagssicherheit fördern – Ein ausgeglichener Hund kann sich besser auf seinen Halter konzentrieren

Die Freilaufgruppen sind keine unkontrollierte Spielstunde, sondern eine geführte soziale Interaktion, die den Hunden hilft, sicherer und ausgeglichener zu werden. Durch klare Regeln, eine strukturierte Aufteilung des Geländes und eine aufmerksame Betreuung kann jeder Hund – ob sicher, unsicher oder verspielt – von diesem Angebot profitieren.




Das Wichtigste in Kürze


Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich, da die Gruppengröße begrenzt ist, um eine sichere und harmonische Interaktion zu gewährleisten. Nach der Anmeldung erfolgt eine Einteilung in die passende WhatsApp-Gruppe, in der alle wichtigen Informationen, Termine und eventuelle Änderungen kommuniziert werden. Erst nach der Aufnahme in diese Gruppe ist eine Teilnahme am Freilauf durch eine Abfrage jeden Sonntag möglich.



πŸ“Œ  Gruppeneinteilung & Besonderheiten

Um ein sicheres und angenehmes Umfeld für alle Hunde zu schaffen, erfolgt die Einteilung der Gruppen nach folgenden Kriterien:


🐾  1. Welpengruppe (ab 9 Wochen – ca. 5 Monate)

βœ” Max. Gruppengröße: 6–8 Hunde (harmonische Gruppen können größer sein)
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Ziel: Spielerisches Erlernen von Sozialverhalten, Aufbau von positiven Hundekontakten, erstes Erkunden der Umgebung
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Besonderheiten:

  • Wechsel zwischen kurzen Spielphasen und bewussten Pausen, um Überforderung zu vermeiden
  • Lernen, Grenzen zu setzen und zu akzeptieren
  • Erster Kontakt mit unterschiedlichen Hundetypen (ruhige, aktive, fordernde Welpen)


🐾  2. Junghundegruppe (5 Monate – ca. 12 Monate)

βœ” Max. Gruppengröße: 6–8 Hunde (harmonische Gruppen können größer sein)
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Ziel: Stärkung der sozialen Kompetenz, Klärung von Rangordnungen innerhalb sicherer Strukturen, gezielte Impulskontrolle
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Besonderheiten:

  • Hunde in der Pubertät testen Grenzen aus, daher wird auf eine angemessene Interaktion geachtet
  • Kontrolle durch den Trainer, um übersteigertes Verhalten zu regulieren
  • Erste Erfahrung mit Spielabbruch & Ruhephasen


🐾 3. Erwachsenengruppe (ab 12 Monaten)

βœ” Max. Gruppengröße: 8 Hunde (harmonische Gruppen können größer sein)
βœ” Ziel: Förderung eines ausgeglichenen Sozialverhaltens, Kontrolle über Impulse, angenehme Interaktion in der Gruppe
βœ” Besonderheiten:

  • Die Hunde werden in zwei Gruppen eingeteilt:
    πŸ• Unter 50 kg
    πŸ• Über 50 kg
    Dadurch wird sichergestellt, dass Hunde mit ähnlicher Größe und Kraft aufeinandertreffen, um eine faire und sichere Interaktion zu ermöglichen.
  • Gemischte Gruppen mit verschiedenen Charakteren, um Hunde in ihrer Kommunikation zu fördern
  • Energieausgleich durch Bewegung, aber ohne zu wilde Spiele
  • Klare Signale durch Körpersprache der Hunde werden aktiv beobachtet und interpretiert, um das Sozialverhalten weiter zu fördern


🐾  4. Sozial unsichere Hunde / Hunde mit Maulkorb oder Schleppleine

βœ” Max. Gruppengröße: 6–8 Hunde
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Ziel: Schrittweise Integration in eine harmonische Gruppe, Erlernen sozialer Kompetenz, positives Kennenlernen anderer Hunde


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Besonderheiten:

  • Schleppleine und/oder Maulkorb je nach Verhalten des Hundes
  • Hunde werden zunächst in kleineren Gruppen an andere herangeführt
  • Individuelle Betreuung, um Fortschritte sicherzustellen


Nicht jeder Hund kann direkt in eine große Gruppe integriert werden. Manche benötigen eine langsamere Heranführung, um Unsicherheiten abzubauen. Hunde, die bisher wenig Sozialkontakt hatten oder in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht haben, bekommen hier die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen neue positive Erlebnisse zu sammeln.


Wichtige Regel zur Gruppeneinteilung


Grundsätzlich kann jeder Hund in eine nächstgrößere Gruppe wechseln, jedoch ist ein Wechsel in eine niedrigere Gruppe nur in absoluten Ausnahmefällen möglich. Dies kann erforderlich sein, wenn das Verhalten und der Charakter des Hundes es notwendig machen – beispielsweise bei Unsicherheiten, gesundheitlichen Einschränkungen oder einer deutlichen Überforderung in der ursprünglichen Gruppe. In solchen Fällen wird individuell entschieden, ob ein Wechsel sinnvoll und förderlich ist.

Ein Wechsel in eine größere Gruppe ist jederzeit möglich, jedoch sollte dabei beachtet werden, dass Hunde – insbesondere junge und energetische – ausreichend Bewegung und soziale Interaktion benötigen. Die ersten fünf Minuten eines Freilaufs sind oft besonders turbulent, da die Hunde sich begrüßen, Energie abbauen und ihre Position innerhalb der Gruppe klären.

Im Gegensatz zu einer Hundetagesstätte, wo Hunde den gesamten Tag miteinander verbringen und eine feste Sozialstruktur aufbauen, treffen sich die Freilaufgruppen nur punktuell. Neue Hunde müssen sich daher bei jedem Treffen aufs Neue in die Gruppe einfinden.

Daher ist es wichtig, dass bei einem Gruppenwechsel genau darauf geachtet wird, ob der Hund mit der Dynamik der neuen Gruppe zurechtkommt. In einer nächstgrößeren Gruppe kann es schnell sehr turbulent werden, sodass ein unsicherer oder weniger durchsetzungsfähiger Hund untergehen könnte. Deshalb wird jeder Wechsel individuell bewertet, um sicherzustellen, dass der Hund weder überfordert noch in seinem natürlichen Bewegungs- und Sozialverhalten eingeschränkt wird.


Preise πŸ’°πŸΆ Freilaufstunden (60 Minuten)


βœ” Probestunde: €10 (Für neue Teilnehmer, um die Gruppe kennenzulernen.)
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5er-Karte: €50  (Ohne Rabatt, flexibel nutzbar, innerhalb von 10 Wochen einzulösen.)
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10er-Karte: €100  (Enthält eine Gratisstunde – du zahlst für 10, erhältst aber 11 Stunden🎁

    Die Karte ist innerhalb von 20 Wochen einzulösen.)


πŸ“Œ Wichtige Hinweise:
❗
Bei Verlust der Karte erfolgt kein Ersatz.
❗
Alle Karten sind ausschließlich per Überweisung erhältlich – Barzahlung ist nicht möglich.



πŸ“ Nutzung des Platzes:
Während der
60 Minuten steht der Platz zur freien Nutzung zur Verfügung. Allerdings sind viele Hunde bereits vor Ablauf der vollen Zeit ausreichend ausgelastet. Es besteht daher keine Pflicht, die gesamte Stunde zu bleiben. In manchen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, früher zu gehen – insbesondere, wenn sich erste Anzeichen von Überforderung oder Unruhe zeigen, kann es sinnvoll sein, die Stunde vorzeitig zu beenden, um den Hund gar nicht erst in diese Lage zu bringen. Sollte dies der Fall sein, werde ich es rechtzeitig kommunizieren. Für eine nachhaltige Verbesserung des Sozialverhaltens empfiehlt sich eine regelmäßige Teilnahme an den Freilaufstunden. Eine einzelne Einheit reicht meist nicht aus, um langfristige Fortschritte zu erkennen.



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